Das Marken-Glossar
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| Begriff | Definition |
|---|---|
| A to S Ratio |
Der Begriff bezeichnet die messbare Wirkung einer Kommunikationsmaßnahme, indem der Werbeaufwand (Advertising) zu den erzielten Erträgen aus dem Abverkauf (Selling) ins Verhältnis gesetzt wird. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich die Wirkung einer Kommunikationsmaßnahme nur eingeschränkt am Stückzahlverkauf messen lässt. Imagebildende Wirkeffekte und Bandwagon-Effekte bleiben hier unberücksichtigt. Siehe auch: Effektivität und Effizienz |
| Aal-Prinzip |
Ein Akronym für „Andere Arbeiten Lassen“. Das AAL-Prinzip ist die spöttische Beschreibung der Kommerzialisierung des User Generated Contents des Webs 2.0. Das Bestreben, aus der Leistung anderer Profit zu schlagen, zeigt sich in unterschiedlicher Ausprägung. Bei Amazon sind es die Leser, die Bücher kommentieren und den Verkauf ankurbeln. Bei Verkaufs- und Reiseportalen bewerten die Kunden die Anbieter bzw. Leistungen und stärken damit die Betreiberplattform. YouTube, Fotolia, iStockphoto und Wikipedia leben allein von Bildmaterial und Beiträgen der Anwender. |
| Abbinder |
Auch Boilerplate genannt, ist ein Begriff aus der Pressearbeit. Boilerplate bedeutet „Warmhalteplatte“ und bezeichnet einen Textbaustein, der in unveränderter Form immer wieder genutzt wird. Typischerweise ist er am Ende einer Pressemitteilung zu finden, wo er die grundsätzlichen Hintergründe zum Unternehmen wie Größe, Herkunft, Leistungsschwerpunkt, Mitarbeiterzahl und Standorte zusammenfasst. |
| ABC-Analyse |
Methode zur Bewertung von Kunden, Produkten oder Absatzmärkten hinsichtlich der Ertragskraft und Rentabilität. Ziel ist dabei, die Leistungsträger, die den höchsten Deckungsbeitrag schaffen, zu identifizieren und zu fördern. Dabei steht der Buchstabe A für ein hohes Maß an Rentabilität, B für durchschnittliche und C für unterdurchschnittliche Rentabilität. |
| Abschöpfungsstrategie |
Die Abschöpfungsstrategie (auch: Skimming-Strategie oder Skimming Pricing) beschreibt eine mehrstufige Preisgestaltung bei Innovationen und Pionierprodukten. Der Begriff entstammt dem Englischen: „to skim“ = absahnen. Um den Vorteil des First Movers (ein begehrtes Produkt und wenig Wettbewerb in der Einführungsphase) zu nutzen, wird zunächst ein hoher Preis verlangt. So werden die weniger preissensiblen Käufer abgeschöpft. Danach wird der Preis schrittweise gesenkt. Diese Strategie ist häufig im Bereich der Computerhardware und Unterhaltungselektronik zu beobachten. Das Gegenteil zum Skimming-Pricing ist die Penetrationsstrategie. |
| Abstract |
Unter einem Abstract versteht man die verdichtende Zusammenfassung eines Dokuments, um Entscheidern einen schnellen Überblick über dessen Struktur und Kerninhalte zu ermöglichen. |
| Adaptive Selling |
<engl.> (anpassungsfähiger Verkauf) - Ansatz für Vertriebsmitarbeiter, spontan im Verkaufsgespräch auf Kundenwünsche oder -beschwerden zu reagieren. Adaptive Selling ist also das Gegenteil eines standardisierten Verkaufsgesprächs – es erfordert gezieltes, aufmerksames Hinhören und das authentische Bemühen, den Kunden als Menschen mit seinen Bedürfnissen ernst zu nehmen. Adaptive Selling erfordert eine ausgeprägte soziale Kompetenz. Es kann zu sehr guten Verkaufserfolgen und hoher Kundenzufriedenheit führen. |
| Add on |
Unter Add On versteht man eine Zugabe. Dies kann der Zusatznutzen einer Lösung sein oder eine kostenfreie, ergänzende Zugabe. Dazu gehören beispielsweise kostenloses Zubehör oder Zusatzleistungen wie Servicegutscheine oder Garantieverlängerungen. Ziel ist es, Kaufanreize zu schaffen und die Differenzierung zu Wettbewerbsprodukten zu stärken. |
| Adoption |
Der Begriff bezeichnet den Prozess, wie Innovationen in Systeme (z. B. einen Markt) eingeführt und dort aufgenommen werden. Dabei bezeichnet die Adoption das Maß der Akzeptanz einer Innovation. Im Zusammenhang mit innovativen Produkten und Dienstleistungen spricht man auch von Early Adopters, also Personen, die mit als Erste ein neues Produkt kaufen und verwenden. Die Adoption läuft in mehreren Schritten ab: • Knowledge = von einer Innovation erfahren • Persuasion = davon überzeugt sein/werden • Decision = sich für (oder gegen) die Innovation entscheiden • Implementation = Verwendung, Nutzung der Innovation • Confirmation = Entscheidung bestätigen, die Innovation weiter nutzen Early Adopters sind gut informiert, aufgeschlossen, aber auch durchaus kritisch – deshalb entscheiden sie maßgeblich über Erfolg oder Misserfolg eines neuen Produkts. Siehe auch: Diffusionsmodell |
| AdSense |
Ein von Google etabliertes Programm, bei dem Adwords-Anzeigen kontextbezogen auf Webseiten eingeblendet werden. Die Inhaber der jeweiligen Webseiten erhalten hierfür eine erfolgsabhängige Provision. |
| AE-Provision |
Die AE-Provision (Annoncen-Expedition, auch: Agentur-Vergütung) bezeichnet die Vergütung, die Werbeagenturen für die Vermittlung von Anzeigen oder Werbeeinblendungen von Verlagen und Rundfunkanstalten erhalten. Sie liegt üblicherweise bei fünfzehn Prozent des Auftragswertes. |
| Affiliate |
Affiliates sind Personen oder Unternehmen, die in einem Partner-Programm aktiv sind. Sie nutzen ihre Werbeaktivitäten, um für einen sogenannten Merchant zu werben, der sich wiederum an den Werbeausgaben beteiligt. Beispiel: Ein Online-Buchhändler (Affiliate) löst Bonuspunkte des Vielfliegerprogramms einer Fluggesellschaft (Merchant) ein. Der Affiliate profitiert von der starken Marke des Merchant und vergrößert seine potentielle Kundenbasis um die Kunden des Merchant. Der Merchant seinerseits profitiert von jedem Angebot des Affiliate, weil er in der Werbung mitgenannt wird. |
| Affiliate Marketing |
Unter dem Begriff versteht man eine im Internet verbreitete Methode zur Kundengewinnung, die auf der Kooperation eines werbenden Anbieters (Merchant) und eines Vertriebspartners (Affiliate) basieren. Der englische Begriff „to affiliate“ bedeutet „angliedern“. Der Affiliate wirbt auf seiner Website für das Angebot des Partners per Link und erhält bei erfolgreicher Geschäftsanbahnung eine Vermittlerprovision als Vergütung. Dabei sind folgende Modelle gebräuchlich: • Pay per Lead – für einen Interessentenkontakt, beispielsweise die Anforderung von Prospektmaterial. • Pay per Click – für jeden Klick auf einen Banner oder die Website des werbenden Anbieters. • Pay per Sale – für jeden zustande gekommenen Kauf wird eine zuvor vereinbarte Provision gezahlt. |
| After Sales Marketing |
Der Begriff bezeichnet Marketingmaßnahmen, die nach dem Kauf des Kunden ergriffen werden, um dessen Entscheidung zu bestätigen und um die Kundenbindung zu stärken. Hierzu zählt beispielsweise der After Sales Call (ein Anruf der Serviceabteilung), um sich nach der Zufriedenheit des Kunden mit dem erworbenen Produkt zu erkundigen. After Sales Marketing wird oft als Teil des Customer Relationship Managements betrachtet. |
| Agenda Setting |
Agenda Setting bezeichnet das Setzen bestimmter thematischer Schwerpunkte in der öffentlichen Diskussion. Dabei bestimmen die Medien nicht die Inhalte, wohl aber die Tatsache, dass überhaupt über ein bestimmtes Thema diskutiert wird, dieses Thema also „auf die Tagesordnung gesetzt“ wird. |
