Marken-Murks
Wie eine Stadt baden geht
Konstanz, die Stadt am Formaldehyd
Das schöne Konstanz, die Stadt am See. Neben der beneidenswerten Lage am malerischen Bodensee hat Konstanz noch mehr zu bieten. Eine Elite-Uni zum Beispiel. Daher sieht sich Konstanz auch als "Stätte für Spitzenforschung, innovative Technologien und Wirtschaftsunternehmen“. Um dies angemessen zu würdigen, erklärte man 2009 zum "Jahr der Wissenschaft". Eine großartige Plakataktion sollte "Konstanz bundesweit als innovativen Wissenschafts- und Forschungsstandort ins Bewusstsein bringen". Die Aktion geriet zum peinlichen Patzer...
Kreatives Vakuum
Die langweiligsten TV-Zeitschriften aller Zeiten

Wussten Sie schon, dass es nirgends auf der Welt so viele Programmzeitschriften gibt wie in Deutschland? Die 34 derzeit erhältlichen Titel erscheinen in einer Auflage von insgesamt 18 Millionen und erreichen mehr als doppelt so viele Leser. Ein hart umkämpfter Markt also. Da sollte man meinen, dass die Verlage alles daran setzen, um ihr Produkt von der Konkurrenz abzugrenzen, stimmt‘s? Doch weit gefehlt!
Wie man sein Porsche-Image ruiniert
Anders wär‘s besser
Der letzte Akt eines groteskes Wirtschafts-Dramas. Was als Husarenstück mit der geplanten Übernahme des fünfzehn Mal größeren Volkswagenkonzerns durch Porsche begann, entwickelte sich zum unsäglichen Hauen und Stechen zwischen Patriarchen, Politikern, Finanzstrategen und Wüstensöhnen. David kauft Goliath? Zu schön, um wahr zu sein.
Wie man nicht verstanden wird
Das Kauderwelsch der Unverbesserlichen
Die Poeten der modernen Werbesprache haben die kreativen Wortschöpfungen entdeckt. Dass dabei das Kulturgut Sprache auf der Strecke bleibt, gehört zum Kalkül. Verona Feldbusch dozierte trapattonihaft: “11880 – da werden Sie geholfen”. Visa mutierte zu „Deutschlands meiste Kreditkarte“ und strapazierte mit dem sündigen Syntax die Herzkranzgefäße pensionierter Deutsch-Lehrer. Und Lidl-Reisen wollen "einfach urlaubiger" sein. Sprachschluderei oder genialer Wortwitz? Das entscheidet der jeweilige Standpunkt. Doch seit Anglizismen-Wahn und Fachtermini Einzug hielten, ist es mit der Verständigung vorbei. Eine Studie zeigt, was die Verbraucher noch verstehen: Bahnhof.
Schunkellieder-Poesie in der Werbung
Der Club der tumben Dichter
Wussten Sie, dass die Wurzeln des Begriffs Slogan aus dem Gälischen stammen? Er diente als Schlachtruf gälischer Krieger und als Motivationshilfe, um sich schwerbewaffnet auf die Feinde zu stürzen. Heute dient der Slogan in Politik und Werbung dazu, sich auf Wähler und Verbraucher zu stürzen. Er verdichtet komplexe Argumente auf die kompakteste Form – quasi die rhetorische Entsprechung zur Streitaxt.


